| Eröffnung: | 14. März von 19.30 bis 22.00 Uhr |
| Ausstellungsdauer: | 02.03.2008 - 14.05.2008 |
| Öffnungszeiten: | Mo-Fr.: 10.30 - 19.30 Uhr Sa.: 10.30 - 18.00 Uhr |
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»Stille Momente«
Man kann darin eintauchen. Tiefer. Noch tiefer. Versunken. Fotografie kann eben doch dreidimensional sein. Und so richtig es ist, dass bei der Größe einer Fotografie immer der Betrachtungsabstand mitgedacht werden muss, so wunderbar einzigartig wird eine Foto gerade dann wenn es auch aus nächster Nähe hält was es im fernen Überblick versprochen hat. Wenn nicht, bleibt es beim Plakat. Das derzeitige Ende einer 175jährigen technischen Entwicklung ist eben nicht die neuste Digitalkamera. Es ist noch immer die chemische Entwicklung mit einer 8x10"-Kamera und damit der Vergrößerung von einem fast DIN A4-großen Negativ. Da tun sich Welten auf. Es entstehen Bilder, in denen der Betrachter spazieren gehen kann.
Doch die Fotografie muss sich auch künstlerisch und ästhetisch dieser Größe gewachsen zeigen. Bei den Fotografien von Stefan Dieterich ist das der Fall. In der Themenwahl mit Landschaft und Architektur sind diese Bilder durchaus klassisch und doch entfalten sie ihren Sog. Eine Sog, der durch die aktuellen Entwicklungen in der Fotografie vermutlich nur noch stärker wird. Wenn jeder durch Knopfdruck ein anderthalb-Meter Papierrolle bespritzen lassen kann, zeigt das Bildsilberhandwerk plötzlich wieder, dass der Aufwand durchaus auch mit bildnerischen Schaffen korrespondiert. Denken und sehen haben etwas miteinander zu tun. Und je mehr Zeit man sich für beides nimmt, desto mehr sieht es der Betrachter. Großformatfotografie war noch nie schnell, aber 2.0 war sie schon immer. Nicht hingekleckert, sondern weiter gedacht. Wenn sich der Fotograf darauf eingelassen hat. Stefan Dieterich hat das getan. Man spürt es noch schneller als man es sieht. Und schon ist man eingetaucht. 






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